Verbraucherschutz

Zweifelhafte Inkasso-Forderungen

So erklärt, dass es jeder versteht

Haben Sie Probleme mit Inkasso-Unternehmen? Sind Sie sich dem Anlass einer Inkasso-Forderung nicht bewusst? Zweifeln Sie an der eingegangenen Mahnung? Laut Verbraucherdienst e.V. ist dies eine ernstzunehmende Angelegenheit, die nicht ignoriert werden darf. Ein Grund zu verzweifeln, ist sie allerdings nicht, denn der Verein für Verbraucherschutz und seine Anwälte wissen Rat.

Täglich erreichen Verbraucherdienst e.V. unzählige Anfragen von verunsicherten Verbrauchern, die Hilfe bei Zahlungsforderungen von Inkasso-Unternehmen brauchen. Mit tausenden Eingängen alleine im letzten Jahr sind diese Massenmandate ein Problem, das immer mehr Haushalte betrifft. Bei den Inkasso-Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, die vehement die Forderungen von Gewinnspielunternehmen und Erotikdienstleistungsunternehmen oder sogar nicht belegbare Forderungen eintreiben. Hier stellt der Verein für Verbraucherschutz die entsprechenden Unternehmen kurz vor und erläutert, warum ein Aussitzen einer solchen Mahnung nicht funktioniert!

Bei den größten Inkasso-Unternehmen, die dem Essener Verbraucherschutz-Verein aufgefallen sind, handelt es sich um Wecollect GmbH, Focus Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH und Condor Forderungsmanagement, Uniscore Forderungsmanagement GmbH, Debitoren Inkasso GmbH und Spiegel-Inkasso sowie die Deutsche Zentral Inkasso GmbH, Debcon GmbH und weitere Rechtsanwaltskanzleien.

Wurden Sie von einer Mahnung überrascht? Fragen Sie sich, wie diese Inkasso-Unternehmen an Ihre Daten kommen? Möchten Sie wissen, wie eine Inkasso-Forderung zustande kommt? Wünschen Sie sich Hilfe bei dem Erkennen von unseriösen Inkassounternehmen? Können Sie sich nicht entsinnen, jemals etwas unterschrieben zu haben? Möchten Sie lernen, was Sie mit der Ihnen ins Haus geflatterten Inkasso-Forderung anstellen sollen?

 

Verbraucherdienst e.V. Telefon

 

Erste Auskünfte finden Sie hier. Weitere Hilfe bei diesen Fragen erhalten Mitglieder.

Hilfe bei teuren Erotikangeboten aus dem Internet

National Inkasso Düsseldorf fordert bis zu 12.000 Euro für Saferpayment AG

Ein ohnehin heikles Thema gewinnt immer mehr an Brisanz: Erotikangebote aus dem Internet. Seit 2007 stellt die Firma Saferpayment AG mit Sitz in der Schweiz Forderungen für Dienstleistungsangebote aus dem Erotikbereich und versendet eine Mahnung nach der anderen. Internetnutzer sollen Erotikwebseiten genutzt haben und müssen nun dafür zahlen: 39,95 Euro für jeden registrierten Monat. Auch kostenpflichtige Jahresabos sollen abgeschlossen worden sein, das heißt, die Kosten häufen sich.

Verbraucherdienst e.V. Telefon

 

Bereits durch ein anderes Inkasso-Unternehmen versuchte Saferpayment AG im Jahr 2008, die geforderten Summen einzutreiben – ohne Erfolg. Doch wer glaubt, er sei damit sicher, irrt sich! User, die Forderungen ignoriert haben, wurden nicht vergessen, sondern sehen sich mittlerweile Beträgen von 3000 bis 12000 Euro gegenüber. Verbraucherdienst e.V. warnt daher vor jahrelangem Aussitzen oder Ignorieren einer Mahnung, wie es immer wieder im Internet empfohlen wird. Dies treibt Ihre Kosten in die Höhe und Mahnbescheide folgen. Wird auch eine Mahnung ignoriert, drohen noch härtere Konsequenzen, denn eine Klage wird oft nicht gescheut. Ob diese vor Gericht standhält und wie das Urteil letztendlich ausfällt, steht auf einem anderen Blatt. Dies ist jedoch nicht absehbar und der Weg dorthin ist lang und kostspielig.

PPT Infoservice und Vertriebs GmbH

Dubiose Partnervermittlung kommt Verbraucher teuer zu stehen

Mahnung, Klage, Gerichtsvollzieher – und alles nur, weil Sie auf eine vermeintlich harmlose Kontaktanzeige reagiert haben … oder haben Sie? Die Reutlinger PPT Infoservice und Vertriebs GmbH wirbt in Tageszeitungen mit erotischen Angeboten. In den Vermittlungsanzeigen suchen „Damen ohne finanzielles Interesse“ einen Partner. Wer sich auf eine solche Anzeige meldet, tappt in die Falle des Unternehmens. Was der Laie nicht erkennt: Hinter der scheinbar harmlosen Anzeige verbirgt sich ein Vertrag mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr und einer Gebühr in Höhe von 259,00 Euro.

Hinter den Rufnummern der Zeitungsannoncen steht laut Aussagen von Verbrauchern ein Call-Center. Dieses ist jedoch nur dafür da, Daten zu erfassen und den Anrufer in die Vertragsfalle zu schleusen – reale Vermittlungsvorschläge gibt es nicht. Denn Wahrheitsgehalt der Unschuldsbeteuerungen der Betroffenen kann Verbraucherdienst e.V. selbstverständlich nicht prüfen. Gerade deswegen setzt der Verein für Verbraucherschutz sich trotzdem für seine Mitglieder ein und bietet Hilfe bei dem Weg aus dieser nur wenig romantischen Umarmung.

Aus aktuellen Fällen ist bekannt, dass bei einer Zahlungsverweigerung mit einer Strafanzeige wegen Betrugs gedroht wird. Zudem müssen Sie mit einer Mahnung der Multimedia Inkasso GmbH in Rödermark rechnen, die den Auftrag zur Eintreibung der Rechnungsbeträge hat. In dieser Mahnung droht das Inkasso-Unternehmen mit negativen Schufa-Einträgen und der Verfolgung gerichtlicher Schritte. Mit der PPT Infoservice GmbH ist also nicht zu spaßen!

Verbraucherdienst e.V. bietet seinen Mitgliedern Beratung durch Juristen bei Angelegenheiten dieser Art an. Allgemeine Informationen zu Ihrem Verbraucherschutz finden Sie hier.